Impulsvortrag EMDR
Traumatherapie von Anfang an - mit EMDR
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch
"Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung" bedeutet.
Was steckt dahinter?
Ein zentrales Element der EMDR-Behandlung ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung
unter Nutzung bilateraler Stimulation: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der
Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die
belastenden Erinnerungen zu verarbeiten.
EMDR ist ein vielfach erprobtes und durch zahlreiche Studien belegtes Verfahren zur Behandlung der
PTBS, der DIS, bei Sucht, Schmerz und Depression. Es ist deswegen hilfreich und auch nötig, weil es
dazu führt, dass im Organismus die Erinnerungen umorganisiert werden. Das Ereignis kann man nicht ungeschehen machen. Aber seine Auswirkung und die Macht, die es im Leben hat, wird mit EMDR drastisch reduziert. Mit der Traumaverarbeitung müssen wir nicht warten bis jemand „stabil“ ist. Das ist ohnehin kein feststehender Zustand.
Es haben sich inzwischen einige Herangehensweisen entwickelt, wie man das EMDR sofort einsetzen
kann. Alle verwenden das Filtern von Belastung, das Aktivieren einer stärkenden inneren Vorstellung
(Ressource) und das Pendeln zwischen der Ressource und der Belastung. Hier kann so dosiert
werden, dass eine Verarbeitung innerhalb des Toleranzfensters gut möglich ist. Die Belastung kann allmählich gesteigert werden.
EMDR wird als eins von zwei Verfahren von der WHO zur Traumabearbeitung empfohlen.
Weitere wichtige Infos:
Datum: 12.05.2026
Uhrzeit: 17 - 19 Uhr
Ort: online (Zoom)
Kosten:
- Bestandsmitglieder: kostenlos
- neue Mitglieder: 5 Euro
- nicht Mitglieder: 10 Euro
- Fachleute: 20 Euro